Da uns das Wetter nicht sehr recht kam, sind wir erst wieder am Montag angekommen. Schon auf der Hinfahrt konnte man erkennen, dass es schwierig sein wird, bei dem Wetter zu fliegen. Der Nebel hielt sich bis zum Nachmittag, sodass der Montag für uns ausfiel. Allerdings war es eine gute Entscheidung etwas länger zu Hause zu bleiben. Am Wochenende bewegte sich kein einziges Flugzeug.
Am Dienstag besserte sich dann das Wetter. Als erste Solostrecke durfe ich die Katana nach Schönhagen fliegen. Dort sollte der Drehzahlmesser kontrolliert werden. Entgegen der Wettervorhersage, war die Wetterlage in Schönhagen sehr gut. Zurück ging es auf selber Strecke wieder zurück nach Oppin, wo sich mittlerweile der Strahlungsnebel vollständig aufgelöst hatte. Nachmittags flog Mats noch CVFR-Übungen. CVFR bezeichnet den kontrollierten Sichtflug mit funknavigatorischen Mitteln.
Mats flog am Mittwoch zusammen mit einem Fluglehrer nach Dresden. Nach einer Landung und dem Bezahlen der Gebühren vor Ort führte der Flug weiter nach Riesa. Dort flog er dann Platzrunden (mit/ohne Lehrer). Nach einer kleinen Mahlzeit ging es dann zurück Richtung Halle/Oppin. Am Abend mieteten wir uns noch ein Auto direkt am Platz an und fuhren gemeinsam in ein großes Center nach Halle. Anschließend haben wir es uns nicht nehmen lassen noch einmal den großen Schwesterflugplatz, den Flughafen Leipzig Halle, aus der Nähe zu betrachten. So stellten wir uns in den Endanflug und beobachteten landende und startende Frachtmaschinen, die nachts den Flughafen beleben.
Gestern hatten wir dann unsere ersten richtigen
Solostrecken. Die Strecke führte von Oppin über Dessau, Magdeburg VOR, Aschersleben und Köthen wieder zurück nach Oppin. Wir einigten uns darauf, dass Mats die PA28 und ich die DA20 fliegen werden. Nachdem die Maschinen betankt worden sind, führte zuerst ich einen Checkflug mit Fluglehrer durch, der ein paar Platzrunden beinhaltete. Direkt danach gings für mich dann auch schon los. Parallel führte Mats seinen Checkflug durch, sodass wir etwas versetzt flogen. Zwischen Dessau und Magdeburg VOR hörte ich dann erstmals Mats auf der Bremen Information-Frequenz. Etwas abweichend musste ich dann doch fliegen, da zwischen Oppin und Dessau ein Schauer hing und ich auch später nicht so hoch fliegen konnte. Um die aktive Kontrollzone Magdeburg Cochstedt nicht anzuscheiden, wählte ich einen abweichenden Kurs. Als Mats an der selben Stelle vorbeiflog, konnte er schon über die Kontrollzone drüber fliegen. Allsamt konnten wir die Strecke trotz des schlechten Wetters gut meistern und landeten nach etwa einer Stunde wieder in Oppin.
Auch heute morgen ging das Wetter in Richtung Instrumentenflug. Eine Beobachtung die ich während der letzten Tage machen konnte, ist, dass sich die Wetterlage im Laufe des Tages meistens bessert: Morgens Nebel und tiefliegende Bewölkung, Nachmittags fast komplett blauer Himmel. Dennoch planten wir eine Route mit unserem Fluglehrer Lutz eine Strecke nach Ballenstedt die ich zuerst als Flugpassagier genießen konnte. Anschließend flogen wir Soloplatzrunden, die ich im Rahmen des Ausbildungsvertrages noch absolvieren musste. Hier ist ein Video über Ballenstedt zu finden: Ballenstedt Toch&Go. Kaum fertig trieb uns auch schon wieder das Wetter weiter nach Magdeburg City. Auch heute war die Kontrollzone Magdeburg Cochstedt wieder aktiv. Die Kontrollzone ist aber kaum frequentiert, sodass wir diese leicht passieren konnten. Selbst ein Ein- und Ausflug über die Pflichtmeldepunkte war nicht nötig. Über dem Platz selbst, hatten wir gerade tiefliegende Bewölkung.
Allerdings gab es zu dieser Zeit gerade Kunstflug. Erstaunlicherweise kannte unser Fluglehrer sogar den Piloten der mit uns dann Formation flog und paar Spielereien am Flugzeug zeigte
Als wir dann die Kontrollzone verließen, besserte sich dann auch das Wetter – Magdeburg City war dann auch schnell erreicht. An diesem Platz flog Mats dann seine letzten Soloplatzrunden an einem fremden Platz (also die letzten während der Ausbildung). Während Mats seine Solorunden flog, bereitete ich mich mit Lutz berereits auf den Rückflug nach Oppin vor, der CVFR enthielt. Statt der Brille, bekam ich jetzt das ICAO-Blatt als Sichtverschlechterung ins Fenster geklemmt. Aufgrund einer Gewitterfront konnten wir heute leider nicht mehr nach Riesa fliegen, wo ich noch auf der Graspiste landen soll bzw. darf.
Gegen Wochenende soll das Wetter schlecht bleiben, sodass wir noch diverse Übungen abschließen werden und uns für das bessere Wetter nächste Woche vorbereiten werden. Dies wird dann auch unsere letzte Woche in der Flugschule werden, da ab 15. August bei Mats die Schule wieder beginnen wird. Das heißt letztendlich auch, dass wir nächste Woche dann den Prüfungsflug haben werden – wann ist noch unbekannt.